Bett­wan­ze

(Cim­ex lec­tu­la­ri­us)

Der Haim Exper­te:

Bett­wan­zen sind klei­ne, fla­che Insek­ten. Sie ernäh­ren sich von Blut und gel­ten als Para­si­ten. Bett­wan­zen bewe­gen sich und trin­ken bevor­zugt nachts. Tags­über hal­ten sie sich ver­steckt in der Nähe des Schlaf­plat­zes ihres Wirts auf.

Bett­wan­ze

Grö­ße: ca. 5mm, voll­ge­so­gen bis 9 mm.

Die Bett­wan­ze gilt als Gesund­heits­schäd­ling.

Gefah­ren

  • Kei­ne Krank­heits­er­re­ger direkt über­trag­bar, aber Haut­re­ak­tio­nen (Cimi­ko­se), all­er­gi­sche Reak­tio­nen und psy­chi­sche Belas­tun­gen
  • Bett­wan­zen­sti­che jucken oft hef­tig, kön­nen meh­re­re Tage sicht­bar blei­ben und das Schlaf­ver­hal­ten stö­ren

Wie erken­ne ich einen Bett­wan­zen­be­fall?

Kot­spu­ren: klei­ne, schwar­ze Punk­te – häu­fig am Bett­ge­stell und Lat­ten­rost

Bett­wan­zen hin­ter­las­sen Kot­spu­ren in unmit­tel­ba­rer Nähe ihrer Ver­ste­cke. Dabei han­delt es sich um Blut­kot, der nach dem Ver­dau­en einer Blut­mahl­zeit aus­ge­schie­den wird. Die­ser Blut­kot ist ist zunächst flüs­sig und trock­net anschlie­ßend zu klei­nen, dunk­len Punk­ten ein.

Typisch sind daher Ansamm­lun­gen klei­ner schwar­zer Fle­cken, vor allem an Bett­ge­stel­len, Lat­ten­ros­ten, Bil­der­rah­men oder ande­ren ruhi­gen Stel­len in Bett­nä­he.

Manch­mal fin­den Sie auch Blut­fle­cken auf der Bett­wä­sche, nach­dem Sie gesto­chen wor­den sind.

Wich­tig zu wis­sen:
Bett­wan­zen­kot lässt sich auf glat­ten, nicht sau­gen­den Ober­flä­chen abwi­schen. Weg­pus­ten oder Absau­gen funk­tio­niert jedoch nicht – die Spu­ren haf­ten am Unter­grund und blei­ben sicht­bar.

Leben­de Bett­wan­zen oder Häu­tungs­res­te

Leben­de Bett­wan­zen bekommt man nur sel­ten zu sehen – meist morgens/nachts oder bei einer sehr gründ­li­chen Unter­su­chung des Bet­tes und sei­ner Umge­bung. Viel häu­fi­ger fin­den sich Häu­tungs­res­te, die wäh­rend der Ent­wick­lung der Bett­wan­ze zurück­blei­ben.

Bett­wan­zen häu­ten sich ins­ge­samt fünf­mal, bevor sie aus­ge­wach­sen sind. In der Nähe ihrer Ver­ste­cke sam­meln sich die­se lee­ren Hül­len daher oft an und sind ein typi­sches Anzei­chen für einen Befall.

Häu­tungs­res­te sind sehr leicht, zer­bre­chen nur sel­ten und sehen auf den ers­ten Blick fast genau­so aus wie eine voll­stän­di­ge Bett­wan­ze – sie sind jedoch leer und unbe­weg­lich.

Bei einem star­kem Bett­wan­zen­be­fall kommt es zudem zu einem süßlich/modrigen Geruch.

Benö­ti­gen Sie Hil­fe bei Bett­wan­zen?

Wenn Sie einen Befall ver­mu­ten oder bestä­tigt haben, hel­fen wir Ihnen ger­ne pro­fes­sio­nell wei­ter! Ein­fach anru­fen und Ter­min sichern!

Mehr Infor­ma­ti­on zu unse­rer Leis­tung: “Bett­wan­zen­be­kämp­fung” fin­den Sie auf unse­rer Web­site.

Wo ver­ste­cken sich Bett­wan­zen?

Typi­sche Bett­wan­zen­ver­ste­cke – das haben sie gemein­sam

Bett­wan­zen wäh­len ihre Ver­ste­cke sehr gezielt aus. Typi­sche Ver­steck­plät­ze haben meist fol­gen­de Eigen­schaf­ten:

  • Unmit­tel­ba­re Nähe zum Men­schen, da Bett­wan­zen nachts zum Blut­saugen her­vor­kom­men
  • Ruhi­ge, erschüt­te­rungs­ar­me Berei­che, in denen sie unge­stört blei­ben
  • Dunk­le, fes­te Unter­grün­de, die Schutz bie­ten
  • Rit­zen- oder spal­ten­för­mi­ge Ver­ste­cke, etwa bis ca. 1 cm tief und nach hin­ten geschlos­sen
  • Raue Ober­flä­chen, da Bett­wan­zen auf glat­ten Flä­chen, wie Glas, kei­nen Halt fin­den

 

Häu­fi­ge Ver­ste­cke in deut­schen Schlaf­zim­mern

In der Pra­xis fin­den sich Bett­wan­zen beson­ders oft an fol­gen­den Stel­len:

  • am Bett­ge­stell und/oder Lat­ten­rost
  • hin­ter Bil­dern oder Wand­de­ko­ra­tio­nen
  • an Näh­ten von Matrat­zen und Kis­sen
  • hin­ter Nacht­schrän­ken
  • hin­ter Steck­do­sen und Schal­ter­ab­de­ckun­gen
  • hin­ter Fuß­leis­ten
Wie wer­den Bett­wan­zen ein­ge­schleppt?

Bett­wan­zen hal­ten sich in der Regel nicht drau­ßen auf und gelan­gen auch nicht ein­fach zufäl­lig ins Haus. Eben­so rei­sen sie nor­ma­ler­wei­se nicht auf Men­schen oder Haus­tie­ren mit.

In den meis­ten Fäl­len wer­den Bett­wan­zen unbe­merkt ein­ge­schleppt. Beson­ders häu­fig geschieht dies über Kof­fer und Gepäck, zum Bei­spiel nach Auf­ent­hal­ten in Hotels oder Feri­en­un­ter­künf­ten mit bestehen­dem Befall. Dort ver­ste­cken sich die Tie­re in Taschen oder Kof­fern und wer­den so mit nach Hau­se genom­men.

Eine wei­te­re mög­li­che Ursa­che ist der Kauf oder die Über­nah­me gebrauch­ter Möbel und Gegen­stän­de. Dazu zäh­len unter ande­rem Möbel­stü­cke, Matrat­zen oder auch Bücher aus einem bett­wan­zen­be­fal­le­nen Haus­halt.

Auch das Mit­neh­men von Möbeln oder Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den vom Sperr­müll kann ein Risi­ko dar­stel­len, wenn die­se aus einem Haus­halt mit Bett­wan­zen­be­fall kom­men und anschlie­ßend in der Woh­nung auf­ge­stellt wer­den.

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Lebens­wei­se und Lebens­zy­klus der Bett­wan­ze

Bett­wan­zen ent­wi­ckeln sich in meh­re­ren Sta­di­en. Aus dem Ei schlüpft eine jun­ge Bett­wan­ze (Nym­phe), die sich ins­ge­samt fünf­mal häu­tet, bevor sie aus­ge­wach­sen ist. Für jede Häu­tung benö­tigt sie zuvor eine Blut­mahl­zeit.

Je nach Tem­pe­ra­tur und Nah­rungs­an­ge­bot kann sich der Lebens­zy­klus inner­halb weni­ger Mona­te voll­zie­hen. Eine Bett­wan­ze wird bis zu einem Jahr alt. Die Geschlechts­rei­fe kann nach ca. zwei Mona­ten erre­ciht wer­den. Erwach­se­ne Bett­wan­zen kön­nen meh­re­re Mona­te ohne Nah­rung über­le­ben.

Bett­wan­zen sind nacht­ak­tiv und hal­ten sich tags­über in geschütz­ten Ver­ste­cken nahe des Schlaf­plat­zes auf. Dort legen sie auch ihre Eier ab, sodass sich ein Befall unbe­merkt wei­ter­ent­wi­ckeln kann. Ein Weib­chen legt täg­lich etwa 2–5 Eier ab. Im Lau­fe ihres Lebens sind es etwa 200–400 Eier. Die Eier schlüp­fen nach ein bis zwei Wochen.

Haus­mit­tel gegen Bett­wan­zen – war­um sie oft kei­ne dau­er­haf­te Lösung sind

Haus­mit­tel wie Essig, äthe­ri­sche Öle oder Duft­stof­fe wir­ken bei Bett­wan­zen in ers­ter Linie repel­lent. Das bedeu­tet: Die Tie­re wer­den kurz­fris­tig abge­schreckt und mei­den behan­del­te Berei­che vor­über­ge­hend.

Bett­wan­zen wer­den durch die­se Mit­tel jedoch nicht abge­tö­tet. Statt­des­sen zie­hen sie sich in ande­re Ver­ste­cke zurück und blei­ben dort oft über län­ge­re Zeit ver­bor­gen. Da Bett­wan­zen meh­re­re Mona­te ohne Nah­rung über­le­ben kön­nen, „har­ren“ sie regel­recht aus.

Sobald die Wir­kung der Haus­mit­tel nach­lässt und die behan­del­ten Gerü­che ver­schwin­den, keh­ren die Bett­wan­zen zurück. Der Befall besteht dann wei­ter­hin – häu­fig unbe­merkt.

Sol­che Haus­mit­tel kön­nen daher einen Befall nicht besei­ti­gen, son­dern ihn im ungüns­tigs­ten Fall sogar in ande­re Berei­che der Woh­nung ver­la­gern.

Kos­ten­über­nah­me durch Ver­si­che­run­gen

Häu­fig über­nimmt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung oder die Haus­rats­ver­si­che­rung die Kos­ten für eine Schäd­lings­be­kämp­fung

Bett­wan­zen­be­fall – typi­sche Bil­der aus der Pra­xis:
Fre­quent­ly Asked Ques­ti­ons
Das wer­den wir oft über Bett­wan­zen gefragt:

Bett­wan­zen über­tra­gen nach aktu­el­lem Wis­sens­stand kei­ne Krank­hei­ten. Die Bis­se kön­nen jedoch stark jucken, sich ent­zün­den und psy­chisch sehr belas­tend sein, vor allem durch Schlaf­man­gel und Stress.

Bett­wan­zen besit­zen ste­chend-sau­gen­de Mund­werk­zeu­ge. Damit ste­chen sie die Haut an und sau­gen anschlie­ßend Blut. Ein „Biss“ im eigent­li­chen Sinn – also mit kau­en­den Mund­werk­zeu­gen – fin­det nicht statt.

Die Haut­re­ak­ti­on (Juck­reiz, Rötung, Schwel­lung) tritt oft erst Stun­den oder sogar Tage spä­ter auf.

Bett­wan­zen erkennt man an meh­re­ren Anzei­chen:

  • klei­ne, schwar­ze Kot­punk­te auf Matrat­ze oder Möbeln
  • hel­le Häu­tungs­res­te
  • klei­ne Blut­punk­te auf Bett­wä­sche
  • süß­lich-mod­ri­ger Geruch bei star­kem Befall
  • leben­de Tie­re in Rit­zen und Näh­ten

Ein ein­zel­nes Anzei­chen reicht oft nicht aus – meist ist es eine Kom­bi­na­ti­on.

Haus­mit­tel wie Essig oder äthe­ri­sche Öle kön­nen ein­zel­ne Tie­re töten, lösen aber kein Bett­wan­zen­pro­blem nach­hal­tig. Häu­fig ver­schlim­mern sie die Situa­ti­on, weil sich die Tie­re wei­ter ver­tei­len.

Das hängt vom Befalls­grad ab. In der Regel wer­den drei Ter­mi­ne im Abstand von je zwei Wochen benö­tigt. Wich­tig ist eine gründ­li­che Vor­be­rei­tung und Nach­be­hand­lung – schnel­le „Ein­mal-Lösun­gen“ funk­tio­nie­ren bei Bett­wan­zen nicht.

Ja – in vie­len Fäl­len über­neh­men Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung oder Haus­rats­ver­si­che­rung die Kos­ten, z. B. bei Mäu­sen, Schaben/Kakerlaken, Silberfischchen/Papierfischchen und Wes­pen..

Wir arbei­ten fach­ge­recht und nach gesetz­li­chen Vor­ga­ben. Wir ver­wen­den aus­schließ­lich Mit­tel, die in Deutsch­land zuge­las­sen sind. Den­noch bespre­chen wir vor jeder Maß­nah­me, wel­che Vor­sichts­maß­nah­men sinn­voll oder not­wen­dig sind.

Das hängt von der Stär­ke des Befalls ab. Wir füh­ren eine Bett­wan­zen­be­kämp­fung im che­mi­schen Ver­fah­ren durch. Dabei wer­den betrof­fe­ne Räu­me che­misch behan­delt. In die­sen Räu­men dür­fen Sie sich wäh­rend der Bekämp­fung nicht auf­hal­ten. Pro­blem­los kön­nen Sie sich in allen Räu­men auf­hal­ten, die nicht behan­delt wer­den. Nach der Behand­lung müs­sen die Räu­me durch­lüf­ten. Danach kön­nen Sie die­se wie­der pro­blem­los nut­zen.

Dann schau­en wir uns gemein­sam an, war­um. Nach­hal­ti­ge Schäd­lings­be­kämp­fung bedeu­tet oft auch Prä­ven­ti­on — nicht nur ein­ma­li­ges Ein­grei­fen.

Um ein sen­si­bles The­ma wie Bett­wan­zen ver­ständ­lich und mög­lichst ange­nehm dar­zu­stel­len, nut­zen wir teil­wei­se illus­tra­ti­ve Bil­der. Die­se hel­fen dabei, typi­sche Merk­ma­le zu erklä­ren, ohne Betrof­fe­ne mit rea­len Nah­auf­nah­men zu ver­un­si­chern. Ergän­zend zei­gen wir rea­le Fotos zur bes­se­ren Ein­ord­nung.

Im Schäd­lings­le­xi­kon wei­ter­le­sen.

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